AGB Prüfungstraining
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für die Live-Prüfungstrainings von steuer-azubis.de · Stand: 10.09.2026
Diese AGB gelten für alle Verträge über die Teilnahme an den Live-Prüfungstrainings zur Abschlussprüfung und zur Zwischenprüfung für Steuerfachangestellte (im Folgenden „Prüfungstraining“) des Anbieters:
Steuer-Azubis.de | Inhaber Oliver Molthan
Wilhelm-Otten-Straße 34
28865 Lilienthal
Für die Nutzung der Lernplattform app.steuer-azubis.de gelten daneben die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Lernplattform. Bei Widersprüchen gehen für das Prüfungstraining diese AGB vor. Vertragssprache ist Deutsch.
§ 1 Geltungsbereich, B2B-Beschränkung
Diese AGB gelten für alle Buchungen eines Prüfungstrainings über die Buchungsformulare auf steuer-azubis.de oder über die Lernplattform app.steuer-azubis.de.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen, insbesondere an Steuerkanzleien und andere Ausbildungsbetriebe, die im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handeln (im Folgenden „Kunde“). Der Kunde bucht das Prüfungstraining für die von ihm benannten Auszubildenden oder sonstigen Mitarbeitenden (im Folgenden „Teilnehmende“). Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind vom Vertragsschluss ausgeschlossen; der Kunde bestätigt im Buchungsprozess, im Namen eines Unternehmens zu handeln.
Teilnehmende schließen keinen eigenen Vertrag mit dem Anbieter. Sie erhalten lediglich einen persönlichen Zugang zu den Inhalten des gebuchten Prüfungstrainings.
Ein bestehender Vertrag über die Lernplattform ist keine Voraussetzung für die Buchung. Kunden ohne Plattformvertrag erhalten einen auf das Prüfungstraining beschränkten Zugang zur Lernplattform.
Abweichende oder entgegenstehende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Vertragsgegenstand
Das Prüfungstraining ist ein zeitlich begrenztes Angebot zur Vorbereitung auf die schriftliche Abschlussprüfung bzw. die Zwischenprüfung für Steuerfachangestellte. Es besteht je gebuchtem Training aus:
- den auf der jeweiligen Angebotsseite genannten Live-Terminen per Videokonferenz (Zoom) mit den dort genannten Themen, Uhrzeiten und Dozentinnen bzw. Dozenten,
- je Termin einem Aufgabenpaket im Zuschnitt der aktuellen Prüfungen, das in der Lernplattform vor dem Termin bereitgestellt wird,
- einer Musterlösung je Aufgabenpaket, die nach dem Termin bereitgestellt wird,
- der Aufzeichnung jedes Live-Termins, die in der Lernplattform bereitgestellt wird,
- dem persönlichen Zugang jedes Teilnehmenden zu diesen Inhalten in der Lernplattform.
Maßgeblich für Umfang, Termine und Preis ist die Beschreibung auf der Angebotsseite zum Zeitpunkt der Buchung. Aufzeichnungen, Aufgabenpakete und Musterlösungen stehen den Teilnehmenden bis mindestens zum 31.12.2027 zur Verfügung.
Der Anbieter darf einzelne Termine aus wichtigem Grund (insbesondere Erkrankung einer Dozentin oder eines Dozenten, technische Störung, höhere Gewalt) verschieben, die Reihenfolge der Themen ändern oder eine gleich qualifizierte Dozentin bzw. einen gleich qualifizierten Dozenten einsetzen. Gesamtumfang und Inhalt des Trainings bleiben davon unberührt. Verschiebungen werden den Teilnehmenden in der Lernplattform und per E-Mail mitgeteilt.
Der Anbieter schuldet die Durchführung des Prüfungstrainings, nicht den Prüfungserfolg. Das Prüfungstraining ist keine Steuerberatung und keine sonstige Rechtsdienstleistung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes.
§ 3 Charakter des Angebots, Abgrenzung
Das Prüfungstraining ergänzt die betriebliche und schulische Ausbildung. Es ersetzt sie nicht und ist kein eigenständiger Ausbildungs- oder Lehrgang.
Die Aufgabenpakete werden von den Teilnehmenden freiwillig und eigenständig bearbeitet. Sie werden nicht eingereicht, nicht korrigiert und nicht individuell bewertet. Im Live-Termin werden die Lösungswege für die Gruppe anhand der Musterlösung besprochen; Teilnehmende können Fragen stellen. Eine individuelle Überwachung oder Beurteilung des Lernerfolgs durch den Anbieter oder die Dozentinnen und Dozenten findet nicht statt.
Der Anbieter stellt keine Bescheinigungen über einen Lernerfolg aus. Eine Teilnahmebestätigung kann auf Wunsch in Textform angefordert werden.
§ 4 Vertragsschluss und Zugänge
Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Buchungsformular vollständig ausfüllt, diese AGB akzeptiert und absendet und der Anbieter die Buchung in Textform (per E-Mail) bestätigt. Die Bestätigung erfolgt in der Regel unmittelbar nach dem Absenden automatisch.
Bei Buchung über die Lernplattform (Bereich „Zusatzprodukte“) kommt der Vertrag mit dem Abschluss des dortigen Buchungsdialogs durch den Verwaltungszugang der Kanzlei zustande.
Der Kunde benennt bei der Buchung die Teilnehmenden mit Name und E-Mail-Adresse. Er versichert, zur Weitergabe dieser Daten berechtigt zu sein und die Teilnehmenden über die Verarbeitung informiert zu haben. Zugänge sind personengebunden. Ein Austausch der teilnehmenden Person ist bis zum ersten Fachtermin in Textform möglich; danach nur, wenn die ursprünglich benannte Person aus dem Ausbildungsverhältnis ausscheidet.
Der Anbieter darf eine Buchung ablehnen, insbesondere wenn Zweifel an der Unternehmereigenschaft des Kunden bestehen. In diesem Fall werden bereits gezahlte Beträge erstattet.
§ 5 Preise und Zahlung
Der Preis versteht sich je Teilnehmenden, einmalig für das gesamte gebuchte Prüfungstraining, als Nettopreis zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Maßgeblich ist der auf der Angebotsseite zum Zeitpunkt der Buchung genannte Preis.
Ein Frühbucherpreis gilt für Buchungen bis einschließlich des auf der Angebotsseite genannten Stichtags. Maßgeblich ist der Zeitpunkt des Eingangs der Buchung beim Anbieter.
Der Anbieter stellt die Rechnung nach der Buchung. Sie ist innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug fällig, sofern nicht SEPA-Lastschrift vereinbart ist. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen; der Anbieter darf die Zugänge der Teilnehmenden bis zum Zahlungseingang sperren.
Die Vergütung ist unabhängig davon geschuldet, ob und wie viele Live-Termine die Teilnehmenden tatsächlich wahrnehmen. Versäumte Termine können anhand der Aufzeichnung nachgearbeitet werden.
§ 6 Stornierung durch den Kunden
Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht, da das Angebot ausschließlich Unternehmern offensteht.
Der Kunde kann die Buchung einzelner oder aller Teilnehmenden bis einschließlich 31.12.2026 in Textform kostenfrei stornieren. Danach ist die volle Vergütung geschuldet; die Benennung einer Ersatzperson nach § 4 bleibt möglich.
Scheidet ein Teilnehmender nach Beginn des Trainings aus dem Ausbildungsverhältnis mit dem Kunden aus, kann der Kunde eine Ersatzperson benennen. Eine Erstattung erfolgt nicht.
§ 7 Absage oder Änderung durch den Anbieter
Der Anbieter darf ein Prüfungstraining absagen, wenn bis zum 20.12.2026 (Abschlussprüfung) bzw. 20.01.2027 (Zwischenprüfung) weniger als 15 Teilnehmende gebucht sind. In diesem Fall werden bereits gezahlte Beträge vollständig erstattet; weitergehende Ansprüche bestehen nicht.
Fällt ein einzelner Live-Termin aus Gründen aus, die der Anbieter zu vertreten hat, oder wegen Erkrankung der Dozentin bzw. des Dozenten, bietet der Anbieter einen Ersatztermin an. Ist ein Ersatztermin nicht möglich, wird der Termin als Aufzeichnung ohne Live-Teilnahme bereitgestellt oder die Vergütung anteilig (je ausgefallenem Termin ein Anteil an der Gesamtzahl der Fachtermine) erstattet.
Störungen der Videokonferenz, die auf Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters beruhen (insbesondere Ausfall von Telekommunikationsnetzen oder des Videokonferenzdienstes), begründen keine Ansprüche, sofern der Termin als Aufzeichnung bereitgestellt oder nachgeholt wird.
§ 8 Durchführung der Live-Termine, Aufzeichnung
Die Live-Termine finden per Zoom statt. Der Zugangslink wird in der Lernplattform bereitgestellt und darf nicht an Dritte weitergegeben werden. Die Teilnehmenden benötigen einen Internetzugang, ein geeignetes Endgerät und einen aktuellen Browser oder die Zoom-Anwendung.
Die Live-Termine finden im Webinar-Format statt: Teilnehmende sind ohne Kamera und Mikrofon zugeschaltet und stellen ihre Fragen schriftlich über den Chat oder die Frage-und-Antwort-Funktion von Zoom. Jeder Live-Termin wird aufgezeichnet, damit Teilnehmende ihn nacharbeiten können. Aufgezeichnet werden Bild und Ton der Dozentin bzw. des Dozenten sowie die geteilten Bildschirminhalte; schriftliche Fragen aus Chat und Frage-und-Antwort-Funktion können in der Aufzeichnung sichtbar sein, soweit die Dozentin bzw. der Dozent sie im Termin aufgreift. Der Kunde informiert die Teilnehmenden hierüber vor dem ersten Termin.
Aufzeichnungen sind ausschließlich in der Lernplattform abrufbar. Eigene Mitschnitte, Screenshots oder Downloads der Live-Termine und Aufzeichnungen sind nicht gestattet.
Teilnehmende, die einen Termin nachhaltig stören, können von der Dozentin bzw. dem Dozenten aus dem laufenden Termin ausgeschlossen werden. Ein Anspruch auf Erstattung entsteht dadurch nicht.
§ 9 Nutzungsrechte
Aufgabenpakete, Musterlösungen, Aufzeichnungen und alle weiteren bereitgestellten Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Rechteinhaber ist der Anbieter bzw. die jeweilige Dozentin oder der jeweilige Dozent.
Der Kunde und die Teilnehmenden erhalten ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht, die Inhalte für die Prüfungsvorbereitung der benannten Teilnehmenden zu nutzen. Eine darüber hinausgehende Nutzung, insbesondere das Kopieren, Weitergeben, Veröffentlichen oder die Verwendung für eigene Schulungen, ist unzulässig.
Bei Verstößen darf der Anbieter Zugänge sperren und Schadensersatz verlangen.
§ 10 Pflichten des Kunden
Der Kunde sorgt dafür, dass die Teilnehmenden die Zugangsdaten vertraulich behandeln, diese AGB einhalten und die technischen Voraussetzungen erfüllen.
Der Kunde teilt dem Anbieter Änderungen der Teilnehmenden, ihrer E-Mail-Adressen oder der Rechnungsdaten unverzüglich in Textform mit.
§ 11 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet die Daten des Kunden und der Teilnehmenden zur Durchführung des Vertrags. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung unter app.steuer-azubis.de/rechtliches/datenschutz.html.
Soweit der Anbieter für den Kunden Nutzerkonten der Teilnehmenden in der Lernplattform betreibt, geschieht dies im Auftrag des Kunden. Hierfür gilt die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung des Anbieters, die der Kunde in der Lernplattform bestätigen kann; sie gilt spätestens mit dem ersten für den Kunden angelegten Nutzerkonto als vereinbart.
Für die Videokonferenzen setzt der Anbieter Zoom ein. Der Anbieter hat mit dem Dienstleister einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen.
§ 12 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
Bei einfach fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
Eine weitergehende Haftung besteht nicht. Dies gilt auch zugunsten der Dozentinnen und Dozenten sowie der sonstigen Erfüllungsgehilfen des Anbieters. Für die fachliche Richtigkeit der Inhalte wird nach dem Stand zum Zeitpunkt des jeweiligen Termins gehaftet; Rechtsänderungen nach dem Termin werden nicht nachgepflegt.
§ 13 Änderung der AGB
Der Anbieter darf diese AGB aus rechtlichen, technischen oder organisatorischen Gründen mit Wirkung für die Zukunft ändern. Für bereits gebuchte Prüfungstrainings gelten die zum Zeitpunkt der Buchung akzeptierten AGB, sofern der Kunde einer Änderung nicht ausdrücklich zustimmt.
§ 14 Rechtswahl, Gerichtsstand, Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Gerichtsstand und Erfüllungsort für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters in Lilienthal.
Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform. Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.